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Was Neues.

15.06.2009

Von: Lamy

Wann ist ein Mann ein Mann?

Vor kurzem war ich mit einer illustren Runde in einer kleinen schäbigen Spelunke. Nach dem einen oder anderen Bier wurde in der Gesprächsrunde in jedem der Philosoph geweckt. Schließlich landeten wir bei einem Thema, dass schon Herbert Grönemeyer einst beschäftigt hat : Wann ist ein Mann ein Mann?
 
Nach einer Unzahl an unqualifizierten und biergeschwängerten Aussagen, näherte sich der Großteil der Vorstellung an, dass ein echter Mann schon an seiner Erscheinung erkennbar ist. Damit sind wir zwar ein bisschen vom Thema abgekommen, aber das nimmt man nach ein paar Schnäpsen eben nicht mehr wirklich wahr. Nachdem wir uns alle selbst als Idealbild eines Mannes vorgestellt hatten und auch prompt abgewiesen wurden, begannen wir etwas objektiver an die Sache heranzugehen. Wir musterten die anderen Gäste in der Bar und wählten einen aus, der uns am männlichsten erschien. Er war groß, sah aus wie ein Stier auf zwei Beinen. Er hatte Hände so groß wie Klobrillen, einen langen Bart, Glatze und einen  Bierbauch.


 
 
Wir suchten nun jenen von uns aus, der noch am deutlichsten sprechen konnte und schickten ihn mit der frohen Botschaft zu diesem Kerl an die Bar, dass ihn an unserem Tisch Bier und Schnaps erwartet. Er nahm die Einladung an und stellte sich uns als Max vor. Da er schon zuvor seinen Alkoholgehalt im Blut dem unsrigen angepasst hatte, konnten wir unser Gespräch gleich weiterführen. Wir erklärten ihm in aller Kürze warum gerade er an unserem Tisch sitzt und fragten ihn auch gleich ob und warum er sich als besonders männlich sieht. Durch seine anfängliche Bescheidenheit kamen wir nicht weiter voran und ließen uns deswegen etwas aus seinem Leben erzählen. Da wurde es so richtig interessant.
 
Max lebte als Kind in einer Holzhütte im Wald. Dort brannten seine Eltern illegal Schnaps. Er musste jeden Tag 50km in die Schule laufen. Wenn er von der Schule nach Hause kam, lief er sofort weiter zum nur 47 km entfernten Sportplatz wo er Rugby spielte. Er wurde sogar Staatsmeister bei den Herren, wurde dann aber lebenslang gesperrt weil er nach dem Spiel 3 Gegner verdroschen hatte. Somit beendete er mit 13 Jahren seine Karriere.
 
Während er uns von seinem Leben erzählte, hatte er ständig eine Zigarre im Mundwinkel, die er nur gelentlich aus dem Mund nahm, um etwas Kautabak auf den Boden zu spucken.
 
Als Jugendlicher arbeite Max den Sommer über als Söldner in Uganda. Dort wurde er einige Male angeschossen. Er hatte schon Routine dabei, sich die Kugeln mit den Fingern aus dem Körper zu fischen und die Wunde anschließend mit mitgebrachten Zirbenschnaps zu desinfizieren. Um Munition zu sparen musste er immer mit bloßen Händen Nashörner jagen gehen.
 
Fasziniert lauschten wir den Geschichten, wurden dann aber plötzlich mit folgenden Worten auf das ursprüngliche Thema hingewiesen: Schön und gut, aber was ist mit den Weibern? Zu einem echten Mann gehören auch Weiber!
 
Nun erzählte er uns auch von den vielen Frauen in seinem Leben und dass sie ihm im Moment völlig egal sind, da er seit seiner Zeit als Pornodarsteller etwas übersättigt ist.
 
Ab diesem Zeitpunkt ging das Gepräch von einer Erzählung wieder in eine muntere Diskusion über und ehe wir uns versahen, standen wir in einer Gogo-Bar. Denn schauen tut der Max noch immer gerne. Bleibt nur noch die Frage:
 

Wann ist ein Mann ein Mann?

Ätzes:

15.05.2009 09:00 | Gast
Wann ist ein Mann ein MAnn.
Das werden wir nach Wilfos Eskapade vor der Hochzeit noch erfahren. Dann wird auch er wohl zum Pantoffelhelden mutieren und sich um Geld, Frau und Wohnung kümmern. Viel Spass mit dem Polterabend

12.04.2009 10:53 | Gast
s c h ö n e s c h e i s s e, d a u e r n d d a s s e l b e

geht \'s der wirtschaft schlecht - geht \'s den leuten schlecht
geht \'s der wirtschaft gut - geht \'s der wirtschaft gut

:-)

09.04.2009 14:58 | Mario
Also eins ist fix:
All jene die Bücher wie diese lesen können ohne weiteres auch aufs Weiberklo pinkeln gehen:
- Männer auf der Suche. Sieben Schritte zur Befreiung, München 1996 (Beust Verlag), ISBN 3-89530-012-8
- Potent werden. Das Handbuch für Männer. Liebe, Arbeit, Freundschaft und der Sinn des Lebens, Bern 2001 (Huber Verlag), ISBN 3-456-83534-5
- Men\'s Spirit. Spiritualität für Männer, Freiburg 2002 (Herder Spektrum Bd.5221), ISBN 3-451-05221-0
- MännerQuest. Die Reise ins Herz des Mannes. Vilsb. 2001 (Arun Verlag), ISBN 3-927940-93-3

So und jetzt entschuldigt mich, ich muß meine eben eingetroffene Ausgabe Bravo Girls lesen.

09.04.2009 14:49 | Mario
ja aber als kibara darf man mit dem pegel zumindest noch fahren... :-)

08.04.2009 16:11 | strizzi
und außerdem: der woifal hat ja nur 2 glaserl wein getrunken - damit aber 1,7 Promille erreicht, was ihn laut Goldberg eher zu einer Lusche denn zu einem Mann macht.

08.04.2009 16:07 | strizzi
Das mim Solarium kann ich definitiv verneinen!

08.04.2009 14:57 | Georg
Gut gebrüllt Strizzi. Die Punkte erinnern an das Lied eines mittlerweilen führerscheinlosen Austropoper, Verwahrlost aber frei. Dass ausgerechnet Du die Punkte in Dir erfüllt siehst möchte ich stark relativieren
ad 1 : Du schläfst 10 Stunden pro Tag, exklusive Nachmittagsschlaferl und zahlreichen Powernaps
ad 2: als dir das letzte Mal ein Wattebausch auf die kleine Zehe gefallen ist fingst du an mit zahlreichen Ärzten zu streiten, um stationär im Lorenz Böhler aufgenommen zu werden
ad 3:Nach einem Pfiff bist du bumm zua
ad 4: Zum Frühstück Kaviar und Lachsbrötchen, Mittags Aal und abends Känguruhlungenbraten zeichnen dich als Gourmet aus
ad 5: Deine hochschwangere Frau muss Dir noch immer Deine Schuhe anziehen, da Du die Masche nie erlernt hast. Beim Scheissen oder dem ein oder anderen Bäuerchen ist sie diejenige die Dir zuerst das Baucherl massiert und dann den Oasch wischt.
ad 6: Du bist in zahlreichen Selbsthilfegruppen, um spontane Weinkrämpfe und hysterische Lachanfälle in den Griff zu bekommen. Abgesehen davon kreischt Du immer laut auf, wenn Du wieder mal von Ringtones erschrickst.
Ad 7: Du bist zweimal die Woche Höhensonne im Solarium tanken, stählst Deinen Körper mit Hanteln und wendest eine Penisvergrößerungspumpe an.

08.04.2009 13:18 | strizzi
Nach einer kurzen Recherche bin ich über den Psychotherapeut Herb Goldberg gestoßen, der von sieben maskulinen Imperativen spricht (übrigens: wer sowas sagt ist definitiv KEIN Mann):
1. Je weniger Schlaf ich benötige,
2. je mehr Schmerzen ich ertragen kann,
3. je mehr Alkohol ich vertrage,
4. je weniger ich mich darum kümmere, was ich esse,
5. je weniger ich jemanden um Hilfe bitte und von jemand abhängig bin,
6. je mehr ich meine Gefühle kontrolliere und unterdrücke,
7. je weniger ich auf meinen Körper achte -,
desto männlicher bin ich.

Wenn ich dann Max, David B. und Hr.n Goldberg vergleiche, dann komm auch ich zum Schluss - Ich bin wohl der männlichste Mann hier und scheiss auf die Imperative (weil Star Wars ist scheisse)

07.04.2009 20:19 | Bernd
Danke Haune. Ich habe deinen Rat befolgt, bin tränenüberströmt durch die Innenstadt gelaufen und habe dann laut lachend auch noch eine Tracht Prügel bezogen. Als ich dann im SMZ wieder aufwachte, sagte die Schwester nur: Au Mann.....

07.04.2009 09:17 | Viadl Haune
Dear Wilfo,
Ja, wann ein Mann ein Mann ist, ist wahrlich eine schwierige Frage. Ich glaube, wenn man sich als Mann seiner Tränen nicht schämt und auch schon mal in der Öffentlichkeit spontan losheult, ohne sich in Grund und Boden zu genieren, ist man ein Mann. Wenn man dann auch noch die Prügel von den umstehenden Prolos kommentarlos einsteckt ist dem nichts mehr hinzuzufügen.
Pffff, natürlich alles Blödsinn, I´M THE MAN... und Schluss
Bussi Viadl

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