PRINZ EUGEN der "edle Ritter"
Am 18.10.1663 erblickt ein außergewöhnlich hässliches Baby, als Sohn von Prinzen Eugen Moritz von Savoyen und der Olympia Mancini, in Paris die Welt. Eineinhalb Monate zu früh, wenn man den Familienchroniken Glauben schenkt, war der Nachzügler dran.
Nun war es in Frankreich Brauch dem jüngsten Sohn eine geistliche Karriere aufzuzwingen, um sich Seelenheil zu sichern. Der kleine Eugen wehrte sich aber mit Händen und Füßen gegen eine solche Zukunft und wollte unbedingt zum Militär, obwohl er schon einem Mönchsorden hatte beitreten müssen. Als dann die Nachricht das Haus Savoyen (zwischen Frankreich und Schweiz, der Mont Blanc ist dort) erreichte, dass der älteste Bruder bei Petronell gegen die Osmanen gefallen sei, konnte den 18jährigen Prinzen keiner mehr halten und er wollte sogleich in die französische Armee eintreten. Dies wurde ihm allerdings ob seiner Unansehlichkeit und der gebrechlichen Statur (der hässliche „abbe“, Gnom, war nur 1 Meter 43 goß) in Frankreich nicht erlaubt. Später gab es dann von Seiten Frankreichs durch Ludwig dem 14ten etliche Versuche den erfolgreichen heroisierten Feldherren wieder abzuwerben, was aber an der treuen Grundhaltung des genialen Ritters gegenüber dem Hause Habsburg scheiterte.
Nun war es in Frankreich Brauch dem jüngsten Sohn eine geistliche Karriere aufzuzwingen, um sich Seelenheil zu sichern. Der kleine Eugen wehrte sich aber mit Händen und Füßen gegen eine solche Zukunft und wollte unbedingt zum Militär, obwohl er schon einem Mönchsorden hatte beitreten müssen. Als dann die Nachricht das Haus Savoyen (zwischen Frankreich und Schweiz, der Mont Blanc ist dort) erreichte, dass der älteste Bruder bei Petronell gegen die Osmanen gefallen sei, konnte den 18jährigen Prinzen keiner mehr halten und er wollte sogleich in die französische Armee eintreten. Dies wurde ihm allerdings ob seiner Unansehlichkeit und der gebrechlichen Statur (der hässliche „abbe“, Gnom, war nur 1 Meter 43 goß) in Frankreich nicht erlaubt. Später gab es dann von Seiten Frankreichs durch Ludwig dem 14ten etliche Versuche den erfolgreichen heroisierten Feldherren wieder abzuwerben, was aber an der treuen Grundhaltung des genialen Ritters gegenüber dem Hause Habsburg scheiterte.

Denkmal am Heldenplatz
Somit flieht der junge Prinz nach Österreich, wo man in diesen Tagen nicht unbedingt wählerisch sein konnte, da die Osmanen vor Wien lagerten und tritt 1683 unter Kaiser Leopold dem I der österreichischen Armee bei.
Nun beginnt der kometenhafte Aufstieg des engagierten Prinzen. 1693 wird Eugen zum Feldmarschall ernannt und 3 Jahre später sogar der Oberbefehlshaber des Heeres. Zu diesem Zeitpunkt war er erst 34!! Der tapfere Charakter des Eugen verschaffte ihm nicht nur Ruhm und Ehre, sondern auch, dass er sechs Mal von seinem Pferd geschossen wurde und einmal vor Peterwaradein 1688 schwer verwundet wurde. Im HGM befindet sich der Brustpanzer, der die Abdrücke dieser Einschüsse aufweist.
Durch etliche gewonnene Schlachten gegen die Osmanen und die Franzosen (spanischer Erbfolgekrieg 1701 – 1714) war er stinkreich geworden, kaufte mit dem Geld am Rennweg etliche Grundstücke und ließ das Belvedere erbauen. In der Himmelpfortgasse, dem heutigen Finanzministerium, richtete der oftmals auch dekadente Prinz dann eine Art Lustschloss ein, wo besonders seine Vorliebe für junge Bürschlein zum Vorschein geriet. Innerhalb der Verteidigung Wiens setzte er, der unter 3 Kaisern gedient hatte (Leopold I , Joseph der I, Karl der VI ) die Verwirklichung des Linienwalls, der heutige Gürtel, durch, um sich präventiv vor weiteren Belagerungen zu schützen.
Fast die Hälfte des Bestandes der heutigen Nationalbibliothek verdanken wir dem Prinz Eugen. Der musisch äußerst begabte Mann suchte zeitlebens immer wieder Kontakt zu damals führenden Philosophen, wie Rousseau, von deren Briefkontakt heute noch Teile erhalten geblieben sind.
Kurz vor der Hochzeit von Maria Theresia und Franz Stephan von Lothringen stirbt der Prinz Eugen am 21.4.1736 im hohen Alter von 73 Jahren. Zu diesem Zeitpunkt hatte er sich schon aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und litt an einer demenziösen Krankheit. Sein Erbe ging an seine Nichte, die den unschätzbaren Kulturschatz des Prinzen verscherbelte. Es gelang Maria Theresia somit nur Teile seines Bücherreichtums, seiner Gemäldesammlung und seiner Immobilien für die Nachwelt zu erstehen.
Nun beginnt der kometenhafte Aufstieg des engagierten Prinzen. 1693 wird Eugen zum Feldmarschall ernannt und 3 Jahre später sogar der Oberbefehlshaber des Heeres. Zu diesem Zeitpunkt war er erst 34!! Der tapfere Charakter des Eugen verschaffte ihm nicht nur Ruhm und Ehre, sondern auch, dass er sechs Mal von seinem Pferd geschossen wurde und einmal vor Peterwaradein 1688 schwer verwundet wurde. Im HGM befindet sich der Brustpanzer, der die Abdrücke dieser Einschüsse aufweist.
Durch etliche gewonnene Schlachten gegen die Osmanen und die Franzosen (spanischer Erbfolgekrieg 1701 – 1714) war er stinkreich geworden, kaufte mit dem Geld am Rennweg etliche Grundstücke und ließ das Belvedere erbauen. In der Himmelpfortgasse, dem heutigen Finanzministerium, richtete der oftmals auch dekadente Prinz dann eine Art Lustschloss ein, wo besonders seine Vorliebe für junge Bürschlein zum Vorschein geriet. Innerhalb der Verteidigung Wiens setzte er, der unter 3 Kaisern gedient hatte (Leopold I , Joseph der I, Karl der VI ) die Verwirklichung des Linienwalls, der heutige Gürtel, durch, um sich präventiv vor weiteren Belagerungen zu schützen.
Fast die Hälfte des Bestandes der heutigen Nationalbibliothek verdanken wir dem Prinz Eugen. Der musisch äußerst begabte Mann suchte zeitlebens immer wieder Kontakt zu damals führenden Philosophen, wie Rousseau, von deren Briefkontakt heute noch Teile erhalten geblieben sind.
Kurz vor der Hochzeit von Maria Theresia und Franz Stephan von Lothringen stirbt der Prinz Eugen am 21.4.1736 im hohen Alter von 73 Jahren. Zu diesem Zeitpunkt hatte er sich schon aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und litt an einer demenziösen Krankheit. Sein Erbe ging an seine Nichte, die den unschätzbaren Kulturschatz des Prinzen verscherbelte. Es gelang Maria Theresia somit nur Teile seines Bücherreichtums, seiner Gemäldesammlung und seiner Immobilien für die Nachwelt zu erstehen.

anke auch für den Gürtel, der uns auch heute noch Freuden bereitet!