Zur Lage der Fußballnation
Wer das Austria Match gegen Sparta Prag gestern gesehen hat, weiß um die verzweifelte Situation des österreichischen Fußballs Bescheid. Manche unter Euch werden sich nun fragen, warum Georg, der den Fußball in den letzten Jahren aufmerksam verfolgt, selbst ein Wödkicker ist, erst durch diese Partie darauf kommt eine fußballerische Fronleichnamsschrift zu verfassen. Hier kann ich nur sagen: 'Steter Tropfen höhlt den Stein' oder 'Das Boot ist voll' oder 'Listen es is gschissen' oder 'Das Maß ist voll'.
Seit Jahren zähle ich zu den vermeintlich treuesten Fans, die nahezu jedes Match mit österreichischer Beteiligung fernsehen oder gar im Stadion besuchen. Sei es Rapid, sei es die Austria, sei es die österreichische Nationalmannschaft oder jedwedes Bundesligateam das auf österreichischen Boden die Vereinsleitung hat, mir kommt es einfach so vor, als ob das Schneiderbummerl nach 90 Minuten der Fan hat. Mich ärgern dann auch Sager wie die eines Georg Zellhofer 'Ich kann der Mannschaft, ob der Niederlage, keinen Vorwurf machen. Wir haben gekämpft, sind weite Wege gegangen, haben hie und da gut kombiniert, waren aber leider schlussendlich um 2 Klassen unterlegen.' Super. Mit dem letzten Teil seiner Aussage gebe ich ihm Recht. Hier hake ich ein und möchte aufdecken, in lutherähnlichen Thesen, warum der österreichische Fußball derart am Sand ist.
4 Gründe
1.) Die körperliche Fitness ist im internationalen Vergleich eine inferiore. Während in Italien der Durchschnittsspieler bis zu 18 Kilometer in 90 Minuten abstrampelt sind es hierzulande nicht einmal ganz 11 km. Was dann nicht mehr in den Beinen steckt wird versucht mit Holzfällermanier auszugleichen. Dies hat im internationalen Vergleich einen deutlich höheren Durchschnittswert von gelben und roten Karten zur Folge
2.) Die fehlende Nachwuchsarbeit setzt Vereine oft unter Zugzwang zweitklassige Legionäre zu verpflichten. Seit Jahrzehnten wird hier fast nichts für die Zukunft getan. Dieser Gegenwartshedonismus manifestiert die Misere der Nationalmannschaft. Der einzige Verein der vielleicht in Zukunft international aufhorchen lassen wird, hat im Kader 4 Österreicher und davon ist kein einziger Stammspieler.
3.) Wenn das Spiel ein Witz ist, heißt das nicht Spielwitz. Kombinationsfußball geht meist maximal über zwei Stationen. Fehlpässe und Stellungsfehler, sowie die mangelnde Raumaufteilung, die zum Himmel schreien, verleiten den Fan zu dem Denken die Mannschaft hätte vielleicht wegen Punkt eins einen Mann weniger am Platz. Sind unsere Spieler zu dumm? Urteilen sie selbst.

Nicht dabei: Scharner.
4.) Mangelnde Motivation und Lustlosigkeit sind bei manchen Akteuren auffällig. Kann es sein, dass Spieler zu viel Geld verdienen? Oft kommt es mir so vor, dass auf Seiten der Spieler Niederlagen in Kauf genommen werden, in Zweikämpfen der Schwanz eingezogen wird, dem Schiri gerne Schuld und Ursache beigemessen wird und fehlende Psychologen dafür verantwortlich gemacht werden, was da so am Feld abgeht. Auf Seiten der Funktionäre, Präsidenten, Vereinsmeier und Fanclubs ist es dann entweder der Trainer oder der Sportdirektor, der von seinem Schleuderstuhl fliegt. Spieler, wie auf den Fotos ersichtlich, die dann noch öffentlich Ihre Meinung kundtun und keine Eier haben dem Trainer dies persönlich mitzuteilen streuen dann noch Salz in die Wunde.

Nicht bei der EM dabei: Pogatetz. "San de anghaut?"




Ungeachtet meiner stolzen Erregung beziglich der neien Meglichkeiten auch meine bescheidene Meinung unzensuriert zum Besten geben zu dirfen, mechte ich mich bei unserem langjährigen Bruder Herschel Grinspan bedanken, da er es ist und kein anderer der die Feder nicht nur Spitz sondern auch feicht helt und somit zum ungeahnten Gaudium einer kaum beachteten Randgruppe beitregt: dem intellektuellen jidischen Saufbrudertum. Danke sehr.
ad Viadlhauni: Ich konnte die Plastikmuschis trotz intensiver und ermidender Recherche in Pornomagazinen nicht auftreiben. Hattest du mehr Glick?