Was Neues.
Von: lamy
Einer der Cafe 22 Redakteure hat sich in die südamerikanische Stadt Santiago de Chile verirrt. Allerdings hat dieser nicht die Absicht auszusteigen, sondern nur diese Stadt näher kennen zu lernen und sich nebenbei sportlich zu betätigen.
Es gab eine Zeit da hat es angeblich viele Deutschsprachige nach Chile verschlagen (mehr dazu auf www.hockey.de – Charlotte on tour). Doch ich kann deren Entscheidung nur schwer nachvollziehen. Vermutlich sind sie von weniger seriösen Reisebüros in die Irre geführt worden. Sicherlich klingt es verlockend dass man nur 40 Minuten Fahrzeit in ein Skigebiet oder an den Strand benötigt. Doch die Stadt die in der Mitte liegt geizt mit ihren Reizen. Ich bin jetzt schon eine Woche hier und habe noch immer nichts aufregendes entdeckt. Vor zwei Tagen war ich zu Besuch beim österreichischen Botschafter und habe mich dort nach den Sehenwürdigkeiten erkundigt. Aber offensichtlich gibt es nicht viel zu sehen. Alte Gebäude, wie sie in Wien zu finden sind, gibt es hier kaum da Santiago in einem Erdbebengebiet liegt. Das letzte große Erdbeben war 1986, wie ich gestern erfahren habe.
Nun kann es doch nicht sein, dass eine so bekannte Stadt für einen Fremdling nichts zu bieten hat. Vielleicht muss man nur genau hinschauen und die Kleinigkeiten beachten. Zum Beispiel verfolgen einen beim täglichen Morgenlauf streunende Hunde auf Schritt und Tritt und verteidigen einen notfalls gegen die versnobten Wachhunde der Villenbesitzer. Einer der angeblichen Sehenswürdigkeiten liegt direkt neben dem Hotel: Cerro San Cristobal. Es ist jedoch vernünftiger sich einfach unter folgendem Link zu erkundigen: de.wikipedia.org/wiki/Cerro_San_Cristobal ...somit hat man sich unnötige Reisestrapazen ersparrt.
Eine kleine Attraktion findet man derzeit im „Prinz of Wales Country Club“. Teilweise versammeln sich dort bis zu 5000 Zuschauer rund um den Platz. Zeitweise verwandelt sich dieser Platz in ein „Little India“. Ausserdem kämpft dort eine kleine Gruppe von österreichischen Hockeytouristen um ein Ticket für den nächsten Urlaub. Dieser soll dann nach Peking führen. Erst vor ein paar Tagen schockten diese Hockeytouristen ganz Indien. Ganze 4 Minuten reichten jedoch um das erwartete Kräfteverhältnis wieder herzustellen. Mehr dazu gibt es unter folgenden Links:
- www.hockey.at (Sektion OlympiaQuali – Tagebuch!!!)
Teile der Mannschaft kämpfen aber nicht nur am Platz sondern auch daneben bzw. in den Extraräumen der Hotelzimmer. Wenn die Spieler nicht gerade an diesen Örtlichkeiten anzutreffen sind, befinden sie sich in der Regel auf dem Gang vor dem Zimmer des Manager. Denn nur dort gibt es die Möglichkeit via Internet Kontakt mit der Heimat aufzunehmen. Diese Kontaktaufnahme gestaltet sich allerdings, genauso wie dieser Bericht, sehr schwierig da ständig Hotelgäste diesen Gang benutzen und nicht über uns hinweg steigen wollen. Noch lästiger sind allerdings die Raumpflegerinnen mit ihren Wagen da es dabei nicht ausreicht einfach die Füsse einzuziehen, sondern man sogar aufstehen muss.
Durch diese Störungen geht leider auch der Schreibfluss verloren. Da ich aber schon seit gestern daran schreibe, sind mir mittlerweile Aufbau und Inhalt dieses Artikel egal....korrekturlesen ist sowieso schwul. Eigentlich weiß ich nicht einmal mehr warum ich noch weiter schreibe. Da dieser Nachmittag von mir frei gestaltet werden darf, werde ich jetzt lieber weiter Santiago erkundigen. Wer nicht weiß was er gerade mit seiner Zeit anfangen soll kann im Internet recherchieren welche Plätze ich mir anschauen sollte....in diesem Sinne. Sportliche Grüße aus Chile!
Spieler (schreibtechnisch) wie Flasche leer!!!
